Sehvermögen: Welche Krankheiten gibt es?

Unter Sehvermögen wird die Fähigkeit des Auges zu sehen verstanden. Das Sehen gehört zu einem der 5 Sinne der Menschen.

Allgemeines zum Sehvermögen

Die Sehfähigkeit eines Menschen wird in Visus gemessen. 1,0 würde also einem Sehvermögen von 100 % bedeuten. Je höher der Wert Visus ist, umso besser werden kleinere Dinge erkannt. Das Messergebnis 1,0 Visus sagt also aus, dass 1 m Entfernung zugrunde gelegt wurde und noch Gegenstände einer Größe von etwa 3 mm erkannt wurden. Der normale Visus ändert sich mit dem Alter. Ist es bei Personen im Alter von 20 Jahren ein Visus zwischen 1,0 und 2,0 und ein Wert von 0,6 bis 1,0 Visus im Alter von 80 Jahren, als normal bezeichnet werden.

Krankheiten des Auges

Einige der folgenden Krankheiten können angeboren sein, andere können von einem Unfall herrühren oder altersbedingt sein. Es gibt aber auch Augenkrankheiten, die erworben werden wie Erkrankungen der Augenlider:

Glaskörpertrübung
trockene Augen
grüner und grauer Star
Erkrankungen der Netzhaut
Augenkrebs

Erkrankungen der Augenlider

Am häufigsten sind hierbei das Gerstenkorn und das Hagelkorn vorzufinden. Bei einem Hordeolum, also dem Gerstenkorn, handelt es sich um eine recht schmerzhafte Erkrankung. Diese ist auf eine, am Lidrand befindliche Tränendrüse hervorgerufen, welche bakteriell entzündet ist.

Das Chalazion, also das Hagelkorn, ist weniger schmerzhaft. Dieses resultiert aus Talgdrüsen, welche verstopft sind. Sowohl das Gerstenkorn als auch das Hagelkorn sollte dem Augenarzt vorgestellt werden. Dieser wird zur Behandlung ein Antibiotikum verordnen. Der Verlauf ist meist harmlos und die Beschwerden klingen nach kurzer Zeit wieder ab.

Anders jedoch verhält es sich, wenn es gutartige oder bösartige Tumore sind, welche die Augenlider betreffen. Zu den bösartigen Krebsarten gehören das Basaliom, das Spinaliom und das Melanom. Meist ist eine zu hohe UV-Strahlung über einen längeren Zeitraum als Ursache zu sehen. Eine Operation ist in der Regel unumgänglich. Anders bei den gutartigen Tumoren an den Augen. Aus ästhetischen Gründen werden die Muttermale, Warzen, etc. ebenfalls operativ entfernt.

Glaskörpertrübung

Ein Phänomen, welches sich oftmals selbst wieder gibt und keine Einbildung ist, stellt die Glaskörpertrübung dar. Blicken die Betroffenen auf eine helle Fläche kann es sein, dass sie tanzende braune bis schwarze Flecken entdecken. Die Bezeichnung Mouches volantes, was so viel wie fliegende Mücken bedeuten, verwenden die Experten dafür.

Trockene Augen

Die Zahl der Menschen, welche an trockenen Augen leiden, nimmt immens zu. Damit die Lebensqualität nicht beeinträchtigt wird, können diese, hervorragend mit Augentropfen behandelt werden. Als Ursachen sind Klimaanlagen, Luftverschmutzung und natürlich die Arbeit am Bildschirm zu nennen.

Grüner und grauer Star

Beim Glaukom, dem grünen Star, liegt eine Sehnervschädigung vor. Diese hat eine Erhöhung des Augeninnendrucks zu Folge. Unbehandelt (medikamentös bzw. operativ) kann sie zur Erblindung führen.

Beim Katarakt, dem grauen Star, trübt sich nach und nach die Augenlinse ein. Bei Menschen über 60 Jahren tritt die Erkrankung, einhergehend mit der Verschlechterung der Sehschärfe einher. Die Therapie besteht in einem operativen Eingriff.

Erkrankungen der Netzhaut

Es sind drei Erkrankungen, die an dieser Stelle genannt werden können. Die Makuladegeneration (AMD). Sie kann mittels dem Amsler-Gitter-Test selbst überprüft werden. Aufgehalten kann das Fortschreiten durch den Genuss von Nahrungsergänzungsmitteln. Ferner werden VEGF-Hemmer in Form von Spritzen eingesetzt.

Bei der Netzhautablösung handelt es sich um einen medizinischen Notfall in der Augenmedizin. Die Risse, welche hierfür verantwortlich sind, müssen umgehend operative behandelt werden. Lichtblitze oder dunkle Vorhänge, welche die Sicht beeinträchtigen, sind die Beschreibungen der Patienten bei dieser Augenerkrankung.

Schlecht waren bisher die Prognosen bei einer Retinitis pigmentosa. Sie entsteht über einen langen Zeitraum hinweg. Der Grund ist, dass die Sehzellen der Netzhaut absterben. Von der Einschränkung des Gesichtsfeldes kommt es zur Erblindung. Innovativ ist die Methode einen lichtsensiblen Chip auf die Netzhaut zu implantieren.

Augenkrebs

Leider können sogar schon Kinder im Alter von bis zu 5 Jahren an Augenkrebs erkranken. Das Retinoblastom, welches auf noch unreifen Zellen der Netzhaut zurückzuführen ist, kann nach der Erblindung sogar den Tod des Kindes nach sich ziehen. Zwingend ist die Behandlung der bösartigen Wucherung des Gewebes angezeigt. Eltern sollten auf Fotos achten, wo sich in den Pupillen Veränderungen zeigen können.

Erkranken Erwachsene an einem Augenkrebs, ist es meist das Aderhautmelanom. Da es kaum Schmerzen verursacht wird dieser Tumor spät entdeckt. Lediglich eine Sehstörung kann ein Hinweis darauf sein. Daher sollte der Augenarzt mit fortgeschrittenem Alter regelmäßig aufgesucht werden. So kann der Tumor noch im Frühstadium entdeckt und durch Bestrahlung behandelt werden. Später bleibt als Therapie nur die Entfernung des Auges.

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