Gedächtniskrankheiten im Überblick

Das Gedächtnis, welches in ein Ultrakurzzeitgedächtnis, ein Kurzzeitgedächtnis und ein Langzeitgedächtnis unterschieden wird, muss im täglichen Leben viele Aufgaben meistern. Es muss Entscheidungen treffen, wie es die ihm zugetragenen Informationen zu behandeln hat. Krankheiten können diese Aufgabe massiv, negativ beeinflussen.

Ultrakurzzeitgedächtnis

Dieses Gedächtnis trägt auch den Namen „2-Sekunden-Gedächtnis“. Durch dieses werden alle Lebensabläufe für diesen kurzen Zeitraum registriert. Es ist der Zwischenspeicher für die Sinneswahrnehmungen.

Kurzzeitgedächtnis

Im Gegensatz zu dem Ultrakurzzeitgedächtnis kann das Kurzzeitgedächtnis rund 7 Elemente speichern. Dieses kann trainiert werden, sodass es möglich ist, von 7 auf 9 Elemente zu gelangen. Aus diesem Grund gewöhnen sich die Menschen diverse Speicherungsformen an. Am besten kann dies bei Zahlen beobachtet werden. Nimmt man sich eine längere Telefonnummer, merken sich diese einige Menschen, in Gruppen von 3 Zahlen oder von 2 Zahlen. Die Kurzzeitspeicherung beträgt etwa 30 Sekunden. Indem man die Telefonnummer, also die Zahlenfolge mehrfach wiederholt, kann die Dauer der Speicherung, verlängert werden.

Funktionen vom Kurzzeitgedächtnis

Das Kurzzeitgedächtnis kann als Vorstufe zum Langzeitgedächtnis betrachtet werden. Beide haben eine direkte Verbindung. Wurde das Kurzzeitgedächtnis verletzt oder es wird durch Krankheiten beeinträchtigt, kann es auch zu Störung vom Langzeitgedächtnis führen.

Krankheiten vom Kurzzeitgedächtnis

Im Zusammenhang mit Störungen vom Kurzzeitgedächtnis denkt jeder gleich an den Beginn der Alzheimer. Dabei kann es schon dazu kommen, dass das Langzeitgedächtnis betroffen ist.

Eine erhebliche Rolle spielt das Kurzzeitgedächtnis für das Lesen. Wurde eine Legasthenie diagnostiziert, bedeutet es eine Leseschwäche. Dies kann eine Störung vom Kurzzeitgedächtnis bedeuten. Es ist in diesem Fall nicht in der Lage phonologische Informationen optimal zu speichern.

Genussmittel, wie Marihuana, können das Kurzzeitgedächtnis ebenfalls negativ beeinflussen. Wird der Genuss über einen längeren Zeitraum und in einem hohen Maße betrieben, kann man von einer Schädigung ausgehen.

Ferner kommen noch ein Schädel-Hirn-Trauma oder ein Schlaganfall, für eine Schädigung vom Kurzzeitgedächtnis, in Betracht.

Langzeitgedächtnis

Im Gehirn werden dauerhaft alle Informationen durch das Langzeitgedächtnis gespeichert. Auch wenn Krankheiten, wie zuvor beschrieben, das Kurzzeitgedächtnis beeinträchtigen oder auch andere Teile des Gehirns nicht mehr voll funktionsfähig sind, können teilweise noch gespeicherte Informationen abgerufen werden.
Krankheiten vom Langzeitgedächtnis

Schon bei der Aufzählung der Krankheiten, welche das Langzeitgedächtnis negativ beeinflussen ist, zu differenzieren in Probleme, welche vorübergehend auftreten, aber auch in ernste Gedächtnisprobleme.

Zu den Grunderkrankungen gehören.

  • Diabetes
  • Bluthochdruck
  • Schilddrüsenstörungen
  • Vitaminmangelerscheinungen
  • Lungenentzündung.

Werden diese therapiert, bestehen gute Aussichten, dass das Langzeitgedächtnis wieder völlig funktioniert.

Zu irreparablen Schäden kann es durch folgende Erkrankungen kommen.

  • Demenz
  • Hirninfarkte
  • Hirntumore
  • Sauerstoffentzug
  • Epilepsie
  • Multiple Sklerose
  • Parkinson, etc.

Fazit

Sobald festgestellt wird, dass Verluste bei den Gedächtnisleistungen zu verzeichnen sind, sollte der Arzt aufgesucht werden. Oftmals sind es harmlose Ursachen, die schnell und unproblematisch behoben werden können. Ist die Ursache doch ernster, muss mit Gegenmaßnahmen so früh wie möglich begonnen werden.

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